Spieglein an der Wand
“Dein Hund ist dein Spiegel. Er schmeichelt dir nie. Er spiegelt dein Temperament und ebenso seine Schwankungen. Ärgere dich nie über deinen Hund. Du könntest dich genauso gut, über dich selbst ärgern.” Unbekannt
Was hat dein Innerstes mit dem Verhalten deines Hundes zu tun?
Was spiegelt er dir?
Ist dein Hund hektisch, nervös und regt sich schnell auf?
Dann frage Dich:
Wie oft kommst du wirklich zur Ruhe und bist wirklich tiefenentspannt?
Ich meine damit nicht das Sitzen vor dem Fernseher jeden Abend. Diese Dauerberieselung des Unterbewusstseins kann man kaum Entspannung nennen.
Wann hattest du das letzte mal quality tiime just for you?
Ohne in Gedanken gleich beim nächsten Termin oder zur nächsten Aufgabe zu hetzen?
Wann warst du das letzte mal bewusst nur mit dir allein und im Jetzt?
Lange her?
Merkst du was?
Bevor du deinen Hund trainierst, musst du dich selbst trainieren und wieder in Balance bringen.
Wenn man nur das Verhalten vom Hund trainiert, machst du quasi auf den Topf mit heißem Wasser den Deckel drauf.
Was passiert?
Richtig das Wasser kocht über.
Also was muss ich tun damit das Wasser aufhört zu kochen?
Genau, den Topf (Dich) von der heissen Platte runter nehmen.
Also was willst du?
Möchtest du einen ruhigen, entspannten Hund ?
Was hindert dich daran einen zu bekommen?
Oft sind es eigene Zweifel, Ängste und falsche Glaubenssätze.
“Schaffe ich das?” – “Ich bin nicht gut genug.” – “Ich verdiene es nicht.” – “Was ist wenn ich etwas falsch mache?”
Ja stimmt, was dann?
Du hast einen Fehler gemacht, richtig. Lebt dein Hund noch? Atmet er? Wedelt er noch mit dem Schwanz wenn du ihn ansprichst?
Na also dann ist doch alles gut.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Ich habe in all den Jahren hunderte, wenn nicht tausende Fehler gemacht. Sonst wäre ich jetzt nicht da wo ich steh.
Denn auch die beste Trainerausbildung und Fortbildungen ersetzten nicht den jahrelangen Umgang mit unterschiedlichen Hunden und die vielen Fehler die ich dabei gemacht habe.
Es ist wie Auto fahren ein langer Lern -und Übungsprozess der uns von bewusster Inkompetenz (dem Wissen nichts zu wissen) zu unbewusster Kompetenz (dein Handeln hat sich automatisiert) wachsen lässt.
Die Frage ist warum so viele Hundehalter heutzutage so verunsichert sind im Umgang mit ihren Hunden?
Haben sich die Menschen verändert ? Ich denke vom Grundprinzip her nein.
Haben sich die Hunde verändert? Bestimmt nicht.
Haben sich die Medien verändert? Bingo!
Noch nie war der Zugang zum Wissen und Informationen so einfach wie heute. Internet macht es möglich!
Eigentlich müssten wir nur noch lauter Hundeprofis haben.
Doch die Flut an Möglichkeiten überfordert uns komplett.
Mir ging es so mit meinem Sohn. Mein erstes Kind. Ich war total verunsichert.
Stillen?
Unbedingt min. 12 Monate
Freundin sagte min. 6 Monate
Kinderarzt min. 4 Monate
“Ja was jetzt?” fragte ich mich.
Ersthundehaltern muss es genauso gehen.
Als ich angefangen habe mein Pflegehund zu erziehen half mir eine Bekannte dabei. Sie führte ihre Hunde in einer Rettungshundestaffel.
Ich wusste das ist der Weg – es gab auch keine andere Wahlmöglichkeit. Somit war es für mich einfach. Denn ich bin als Kind den Weg mit Begeisterung gegangen, absolut authentisch.
Ob ich Fehler gemacht habe? Ja, viele. Und trotzdem hatte ich schnell einen Hund den ich überall ohne Leine laufen lassen konnte und der zurück kam wenn ich ihn rief. Mehr brauchte ich nicht.
Willst du mehr?
Nein?
Was hindert dich daran loszulegen?
Du hast gefühlte hundert Hundebücher gelesen und überall steht was anderes drin?
Schön!
Dann pick dir das raus was am besten zu dir und deinem Hund passt.
Dein Hundetrainer sagt was anderes als deine Freundin, die seit Jahren Hundesport macht?
Prima!
Was fühlt sich für dich stimmig an?
Es ist dein Hund und deine Entscheidung welchem Ratschlag du folgst.
In der Facebookgruppe stellen sie dich nach einer Frage deinerseits als den letzten Vollidiot hin?
Kennen sie dich und deinen Hund?
Nein?
Warum hörst du dann auf sie?
Höre Dir Tipps an und prüfe dann ob du dich damit gut fühlst und es durchziehen kannst.
Alle logischen Fakten sprechen dafür, aber dein Bauchgefühl dagegen?
Dann lass es sein!
Dein Bauch hat immer Recht!
Was für andere Leute passt, muss nicht auch passend für dich sein.
Ich habe öfter Kunden die mir mitteilen, oder ich es besser gesagt Ihnen schon ansehe, das Trainingsweg A nichts für sie ist.
Das sie diesen Weg nicht authentisch gehen können, obwohl es der schnellere, einfachere Weg für mich selbst wäre.
So zeige ich noch andere Möglichkeiten auf, die für Sie durchführbar sind und somit erfolgreich.
Du musst lernen Entscheidungen für Dich und deinen Hund zu treffen.
Denn wenn du selber nicht weißt was du willst, wie willst du es deinem Hund authentisch vermitteln?
Wenn DU also wählen musst, welchen Weg du mit deinem Hund gehen willst, was hält dich davon ab es zu tun?
Angst? Zweifel? Der fehlende Glaube an Erfolg?
Eure Katharina




